
Niedersachsen und Bremen, Deutschland
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Niedersachsen und Bremen
Niedersachsen: Ross und Reiter, Gebirge, Küsten und Golf
Niedersachsen, das deutsche Bundesland, das das weiße Pferd im roten Wappen trägt, liegt in der reizvollen Groß-Region zwischen Ems und Elbe, dem Hochseeklima der Nordsee und den Berggipfeln des Harzes. Wie Perlen einer Kette reihen sich die sieben Ostfriesischen Inseln in der südlichen Nordsee vor dem Festland auf. Jede Insel bezaubert als anerkanntes Nordseeheilbad durch ihre unverwechselbare Eigenart, sowohl als Kur- wie auch als Ferieninsel. Golf kann auf dem großen Festland zwischen Ems und Elbe gespielt werden, zwischen Küste und Mittelgebirge aber sehr viel und gut.
Die Regionen in Niedersachsen bieten eine Vielfalt an Landschaften und Lebensräumen. Von der Nordsee und ihren Inseln über die Lüneburger Heide bis hin zum Mittelgebirge im Harz zeigt das nordwestdeutsche Bundesland seinen Facettenreichtum. Die Lüneburger Heide ist die mit 230 km² größte zusammenhängende Heidefläche Westeuropas. Die romantische Mittelgebirgslandschaft Weserbergland mit ihren sanften Hügeln verdankt ihren Namen dem Fluss Weser. Entlang der Weser von Hann. Münden, südlichen Zipfel Niedersachsens, bis Hameln und weiter bis Bremen, einem großen Teil der deutschen Märchenstraße, reihen sich wunderschöne historische Fachwerkstädte wie Perlen auf einer Kette auf.
Lassen Sie uns dieses Land, das über 40 Heilbäder und Kurorte für alle möglichen Gesundheitsprogramme aufweist, bereisen und verbinden wir wunderschöne Landschafts- und Stadterlebnisse, Kultur und Natur mit Gesundheit und Golf.
Hase, Igel und Golf
Starten wir unser Niedersachsen-Golf-Kultur-Rallye an der Elbe, die das Land von seinen nördlichen und östlichen Nachbarn trennt. Über die Region nördlich, westlich und östlich der Hansestadt Hamburg, die an anderer Stelle in diesem Magazin beschrieben werden, dürfen die historischen, landschaftlichen (das Alte Land, die größte Obstanbaufläche Nordeuropas) und golferischen Highlights der Gegend südwestlich und südöstlich der Elbe nicht vergessen werden, vor allem deshalb nicht, weil hier zahlreiche Spuren der Geschichte, vor allem aber auf niedersächsischem Terrain Golf-Größen vorhanden sind.
Da grüßt zum Beispiel im Alten Land südlich der Elbe vom Rathaus in Stade – errichtet im 17. Jahrhundert – überraschender Weise das Schwedische Reichswappen herunter. Der alte Schwedenspeicher, von Karl XII. als Lagerhaus zur Verproviantierung seiner Truppen erbaut, ist heute ein bedeutendes Stadt- und Regionalmuseum. Die Ruinen der städtischen Wehrbastionen sind nach Königsmarck, Lennart Torstenson, Carl Gustav Wrangel und Nils Gyllenstierna benannt. Alle vier Jahre (das nächste Mal 2008) wird in Stade die Schwedenwoche mit Gästen aus Karlshamn gefeiert.
Wenige Kilometer entfernt liegt Buxtehude, eine kleine Stadt, die mit Stade zusammen unter schwedischer Herrschaft war, in einer Zeit, aus der die berühmte Geschichte vom Hase und dem Igel entstanden ist. Genau zwischen den beiden Städten liegt mit dem Golfclub Buxtehude ein Course, der schwer und schön zugleich ist, wo man sich oft genug im Spiel entweder als Hase oder Igel vorkommen kann – will sagen, dass die Anstrengungen, den kleinen Golfball ins Loch zu bugsieren oft vergeblich sein können.
Ein wahrer golferischer, historischer und gastronomischer Augenschmaus bietet sich in der Golfanlage Gut Deinster Mühle an. Hier wurde um eine veritable alte Mühle herum ein gastfreundliches Golf-Paradies angelegt, das Besucher gerne und besonders freundlich willkommen heißt.
An der Alten Salzstraße liegt mitten in der Heide die Anlage des St. Dionys Golfclub. Der großartige 18-Loch-Meisterschaftsplatz bietet hohe Qualität und gilt als Salz der Suppe der Nordheide.
Golf-Bürger als Edelmann
Wenig später und etwas weiter östlich – und immer noch an der Salzstraße stößt man in Lüdersburg auf die geradezu atemberaubende Anlage des zur Clubhaus-Gruppe zählenden Golfclubs Schloss Lüdersburg. In einer nahezu unberührten ländlichen Idylle hat sich hier ein veritabler Baron vor Jahren zum Ziel gesetzt, Molière nachzuvollziehen und zumindest den Golf-Bürger zum Edelmann zu machen. Die Golfanlage Schloss Lüdersburg, die sich mittlerweile mit dem Herrenhaus, den Kavaliershäusern und dem zum Appartementhaus umgewandelten ehemaligen Wirtschaftsgebäude, zwei großartigen Golfcourses (einmal Parkland und einmal Links-Design), hervorragenden Übungsmöglichkeiten, sehr guter Gastronomie bis hin zu Hochzeits- und Tagungsmöglichkeiten zu einem echten Golf- und Urlaubs-Resort entwickelt hat, dürfte eine der meistgelobten Anlagen in Deutschland sein.
Schauen wir uns noch einmal Lüneburg und die Lüneburger Heide, die Heimat von Hermann Löns und den Heidschnucken an: In dieser Heide, einem Naturdenkmal sondergleichen liegen auch Städte wie das fürstliche Celle oder Orte wie Schneverdingen – und großartige Golf Courses wie der an der Goehrde, der Hof Loh Course in Soltau, der Golf & Country Club am Hockenberg und dann das herausragende Golfresort Adendorf. Sie alle sind mit der Heide-Golf-Card mit der Clubhaus Golfanlage Schloss Lüdersburg verbunden. Dies Card ermöglicht es, auf all diesen Heide-Golf-Courses zu extrem vergünstigtem Green Fee zu spielen.
Ansgars Mission, Emsland und Osnabrücks Frieden
Vor vielen Jahrhunderten, lange vor der norddeutschen Hanse, zog von Bremen an der Nordsee der Mönch Ansgar in den Norden und brachte den christlichen Glauben zu den Wikingern und ihren skandinavischen Brüdern – eine große Mission für das Christentum in Nordeuropa begann, an die und deren Stifter Ansgar noch heute im Bremischen Museum St. Petri erinnert wird.
Auf Bremen, den kleinen, geteilten Stadtstaat mit großer Historie, kommen wir auf unserer Golf-Reise zurück, bewegen uns jedoch zunächst weiter westlich hinein ins Oldenburger und Emsland. Und da muss man gar nicht weit fahren, ehe man im Ammerland in Rastede auf den Oldenburgischen Golf Club mit 18 Löcher trifft, im Golf Club Oldenburger Land noch 18 Löcher oder im Golfclub Hude in Ganderkesee wo Auf einem ca. 80 ha großen Areal der ambitionierte Golfer neben einer öffentlichen 9-Loch-Anlage einen 18-Loch-Meisterschaftsplatz vorfindet, der auch erfahrenen Spielern abwechslungsreiches Golf bietet.
Dann sind wir mittendrin in Friesland, spielen in Wilhelmshaven die 18 Löcher des Golf Clubs Wilhelmshaven und im Golfclub Ostfriesland die 18 Löcher bei Wiesmoor, die durch stetig vorhandenen Wind einen besonders herben und anspruchsvollen Reiz bieten.
Im Golfclub Gutshof Papenburg können wir von den Fairways aus beobachten, wie die großen Kreuzfahrtschiffe die Ems hinunter gleiten.
Unser Weg führt Ems-aufwärts. Wir besuchen den Golfclub Gut Düneburg mit seinen 18 und 4 Löchern, eine wunderschöne Golfanlage um ein altes Wasserschloss herum und beschließen das Emsland mit den 18 Löchern des Golfclubs Emstal nahe bei Lingen.
Auf dem Weg zurück nach Bremen stoßen wir im westlichen Zipfel Niedersachsens auf Osnabrück, das nicht nur die größte Stadt im Nordwesten Deutschlands ist, sondern zusammen mit Münster, das im Westfälischen liegt, für immer mit seinem Namen mit dem Friedensschluss verbunden ist, der 1648 den 30jährigen Krieg beendet hat. Osnabrück stellte für Schweden damals die Wiege zur Großmacht dar, in die es nach dem Krieg hineinwuchs. Fünf Jahre hatten 150 Vertreter der protestantischen und kaiserlichen Mächte unter schwedischer Führung in Osnabrück und Münster verhandelt, ehe ein Kompromiss zur Beendigung des Krieges gefunden wurde.
Solange benötigt man heute nicht, um auf einer Golfreise von der niedersächsischen Nordseeküste nach Oldenburg, ins Emsland und schließlich nach Osnabrück zu kommen. In der Gegend von Osnabrück – zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald ist Golf tatsächlich gut angesagt: Wir beginnen mit dem Osnabrücker Golfclub, dessen 18 Löcher geradezu pittoresk in die Endmoränen-Landschaft eingebaut worden sind und wegen seines Abwechslungsreichtums auch zu den „Leading Golf Courses of Germany“ zählt.
Die Nähe des Teutoburger Waldes und die historische Schlacht gegen die Römer hat dafür gesorgt, dass eine der schönsten Golfanlagen (18/3 Löcher) bei Ostercappeln sich Golfclub Varus nennt. Auf dem Weg nach Norden passieren wir Vechta, spielen dort die18 Löcher des Golfclubs Vechta-Welpe, die zu den schönsten in Norddeutschland gezählt werden, und schließen unseren Besuch im Osnabrücker Land im west-südwestlichen Niedersachsen im Golfclub Thülsfelder Talsperre ab, der 27 Löcher (davon 9 öffentlich) in wunderbar naturbelassener Landschaft bietet.
Märchenhaftes Golf
Zurück in Bremen, in das mit Bremerhaven verbundene kleine Bundesland an Weser und Nordsee. Bremens Rathaus, beispielhaft für architektonische Symbolik in Bezug auf die Idee der Freiheit, wurde Anfang des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut und im frühen 17. Jahrhundert im Stil der Weserrenaissance renoviert. Die 5,50 Meter hohe Rolandstatue aus Stein auf dem Marktplatz wurde 1404 als Symbol hanseatischer Freiheit errichtet. Sie gilt als die älteste noch an ihrem Platz befindliche Statue in Deutschland (Rathaus und Rolandstatue sind UNESCO-Weltkulturerbe). Hier – in dieser alten geschichts- und kulturträchtigen Hansestadt – beginnt auch eine der schönsten und informativsten deutschen Touristikstraßen, die Deutsche Märchenstraße. Die Märchen der Brüder Grimm (Dornröschen, Schneewittchen und die sieben Zwerge, der Gestiefelte Kater, die Bremer Stadtmusikanten und viele andere mehr) sind überall in der Welt bekannt. Die beiden Brüder, die in Hanau geboren, in Kassel zur Schule gegangen sind und an der fürstlichen Bibliothek und später dann in Göttingen als Professoren lehrten, haben die Märchen vor weit über 200 Jahren gesammelt und dann als „Kinder und Hausmärchen“ weit verbreitet. Sie wurden mittlerweile in 160 Sprachen übersetzt.
Zum Gedenken an die Brüder Grimm und an die Schauplätze der Märchen wurde in den 70er Jahren von Kassel aus die Deutsche Märchenstraße als Touristische Erlebnisstraße ins Leben gerufen, die im Bremen beginnt, dann über 600 Kilometer nach Süden führt, viele märchenhafte Landschaften und touristische wie kulturelle Highlights miteinander verbindet. Ganz besonders schön, dass die meisten dieser Märchenstandorte sich auch noch mit Glanzpunkten des Golfsports in Verbindung bringen lassen. Auf also zu märchenhaftem Golf zunächst in Niedersachsen.
Beginnen wir unsere Reise bei den Bremer Stadtmusikanten, fahren zu dem Rattenfänger von Hameln, zu Rapunzel und Dornröschen, zum Lügenbaron von Münchhausen, zu Doktor Eisenbart, zu Frau Holle und Max und Moritz – von Bremen nach Hanau. Einige Abstecher ins schöne Land Niedersachsen seien des guten Golfs und vieler anderer Attraktionen wegen erlaubt.
Um Bremen herum, das seiner Stadtmusikanten, aber auch seiner gut gehandelten Weine wegen bekannt ist, sind wahre Perlen des Golfsports angesiedelt. Da ist der Club zur Vahr, der sogar schon mehrfach die Offenen Deutschen Meisterschaften erlebt hat, da sind die Löcher von Oberneuland, die schönen Fairways und Greens des Golf Clubs Bremer Schweiz. Ein bisschen weiter von der Stadt entfernt wartet auf Sie, liebe Deutschland-Besucher, der Golfclub Syke, der Achimer Golfclub und der Golfpark Steinhuder Meer am Steinhuder Meer.
Überall werden Sie freundlich willkommen geheißen. Auch im Golfclub Verden, der nicht nur direkt am Zusammenfluss von Aller und Weser liegt, sondern sich auch in Nachbarschaft zu dem großen Freizeitpark Verden an der Märchenstraße befindet, wo viele historische „Märchenszenen“ mit sprechenden Figuren und Nachbauten sogar wieder lebendig werden.
Bevor wir auf der Märchenstraße die Bückeburger Jäger in Bückeburg erreichen, sollten wir uns zunächst einmal nach Osten wenden, durch die Südheide fahren, vielleicht sogar der 700 Jahre alten Residenzstadt Celle mit dem Golf Club Herzogstadt Celle und ihrem einzigartigen Ensemble von Bürgerhäusern einen Besuch abstatten, ehe wir uns direkt von Norden dann der Region Hannover und der niedersächsischen Landeshauptstadt selbst nähern, die viel Historie und Kultur aufzuweisen haben, eine Expo erlebt hat und jährlich mindest einmal größte Messen veranstaltet. Region und Stadt Hannover sind aber auch Golf-Standorte vom Allerfeinsten – was es jetzt nachzuweisen gilt.
Ob man von Nord nach Süd oder von West nach Ost reist, in Hannover kreuzen sich die wichtigsten Autobahnen und Eisenbahnen zwischen Kopenhagen und Rom und zwischen Paris und Moskau. Hannover ist eine touristische Destination: Einzigartig in Deutschland sind die Königlichen Gärten von Herrenhausen. Barockgärten, die seit mehr als 300 Jahren unverändert erhalten geblieben sind. Das Regenwaldhaus, grüne Hölle – grünes Paradies. Der Erlebnis-Zoo. Der Maschsee zum Surfen, Rudern, Segeln und Schwimmen. Hannover ist eine Kulturstadt mit Opernhaus, unzähligen Galerien, Theatern und Ausstellungen. Der GOP, der Georgspalast, wird als eines der besten Vareté-theater Deutschlands bezeichnet. Museen wie das Sprengel Museum mit internationaler Reputation sind weitere Besuchsbeispiele. Oder: Das Neue Rathaus: Gebaut wurde das gewaltige Neue Rathaus Anfang des letzten Jahrhunderts im Prunkstil der wilhelminischen Epoche. Die Kuppel misst bis zur vergoldeten Spitze 98 Meter.
Die Golf Links von Hannover
Eine Reise in die Region Hannover bedeutet auch Golfmöglichkeiten der besonderen Art. Um die Stadt an der Leine herum hat Golf gute und große Tradition. Unter den vielen Plätzen wie Hannover Golfclub in Garbsen, Golfclub Gleidingen oder Isernhagen ragt insbesondere aber die Anlage von Rethmar Golf Links im Osten der niedersächsischen Landeshauptstadt heraus. Hier wurde im Binnenland von Arnold Palmer ein märchenhafter und doch wahrhaftiger Links Course realisiert, dessen Grüns (A 4-Gras) zu den schnellsten Europas zählen.
Aber noch weiter Golf spielen, und zwar nicht irgendwo, sondern im Golfclub Langenhagen, im Golfclub Burgwedel und im Golfclub Peine-Edemissen. Hannover und seine Region sind eben absolute Schnittpunkte vieler Interessen. Dazu gehört Golf eben auch, sogar ganz besonders!
Vom Golfclub Rethmar aus, der direkt am Mittellandkanal liegt, kann man auf dem Wasser bis nach Wolfsburg fahren, die VW-Autostadt besuchen, auch in der Autostadt wohnen und dann den kleinen Sprung hinüber machen ins südlich der Autobahn gelegene Braunschweig, die Stadt der Welfen. Heinrich der Löwe (1129 bis 1195) liebte die Stadt und machte sie zu seiner Residenz. Der Reiz der Stadt liegt im Wechsel zwischen Alt und Neu, zwischen den „Traditionsinseln“ mit altem Baubestand und modernen Gebäuden. Auf den Spuren alter Könige führt ein Stadtspaziergang zum Burglöwen, dem aus Bronze gegossenen König der Tiere, den Heinrich als Zeichen seiner Macht 1166 aufstellen ließ, und zum romanisch-gotischen Dom St. Blasius. Im Schatten von Welfen-Löwe und Dom kann man natürlich im Braunschweiger Golfclub eine Runde Golf spielen.
Unser Weg führt wieder westwärts. Südlich von Hannover stoßen wir auf Hildesheim. Der Dom von Hildesheim und die ehemalige Benediktinerabteikirche St. Michael – beides UNESCO Weltkulturerbe – und ihre Kunstschätze sind Zeugen der religiösen Kunst im Heiligen Römischen Reich.
Von Hildesheim aus, wo man selbstverständlich auf zwei Courses, dem Golfclub Bad Salzdetfurth-Hildesheim und Golfclub Sieben-Berge Rheden, auch Golf spielen kann, kehren wir wieder auf der Autobahn nach Westen an Weser und Märchenstraße zurück und folgen ihrem Lauf und den Märchen nach Schaumburg mit dem Golfclub Schaumburg oder zum Golfclub am Deister in Bad Münder. Die Märchenstraße bewegt sich westlich und östlich des Weser-Flusses, wird teilweise auch begleitet von der Straße der Weser-Renaissance, wo weltberühmte historische Bauwerke auf Besucher warten.
Schwenken wir nach Süd-Westen in Richtung Bad Pyrmont, spielen dort Golf, im Club Bad Pyrmont, und machen dann mehrere Stationen im Weserbergland.
Hameln verfügt nicht nur über die Sage des Rattenfängers, sondern auch über eine wunderschöne Fachwerk-Altstadt. Ganz in der Nähe liegt Schloss Münchhausen, ein Prachtbau der Weserrenaissance, das von Baron von Münchhausen 1607 erbaut worden ist (Architekt Cord Tönies, der Baumeister, von dessen Kunst die Weserrenaissance lebte. Seine Nachfahren sind heute noch Architekten und Golfspieler). Der berühmteste Sprössling der Familie Münchhausen, der „Lügenbaron“, lebte um 1750. Heute befinden sich rund um das Schloss Schwöbber die 36 großartigen Löcher des Hamelner Golf Club – ein wahrhaftiger Meisterschaftskurs (Par 74) ist entstanden. Das Schloss beherbergt ein Hotel, wo – ungelogen – zur Fußball-Weltmeisterschaft die französische Nationalmannschaft zu Gast war. Und nach dem Spiel sitzt man dann in einer Wirtsstube, wo Münchhausen an den Märchen der Golfspieler seine Freude hätte.
Über Polle (das Märchen „Aschenputtel“ lässt grüßen) nach Bodenwerder sind wir schon mittendrin im Weserbergland, wo der Solling die Mittelgebirgssilhouette bildet, wo der Golfclub Weserbergland liegt und wo dann in Fürstenberg eine der größten und bekanntesten Porzellanmanufakturen auf Besucher wartet.
Wir entfernen uns wieder von der Weser und bewegen uns nach Osten, hinüber nach Göttingen, der alten Universitätsstadt an südlichen Harz-Ausläufern. Nicht weit entfernt davon das Mühlenmuseum in Ebergötzen, wo die sieben Streiche von Max und Moritz nach zu erleben sind, die nicht die Grimms, wohl aber Wilhelm Busch geschaffen hat.
Nördlich von Göttingen kann man sehr gut in der Vorgebirgslandschaft des Harzes, bei Nörten-Hardenberg im Golfclub Hardenberg seinem sportiven Hobby nachgehen.
Göttingens Kulisse bildet der Harz, das höchste Mittelgebirge in Norddeutschland. Das Gebirge ist Standort wunderschöner alter Kaiserstädte wie Goslar oder Höhepunkte der Fachwerk-Baukunst wie Bad Gandersheim. Er ist aber auch das Zentrum des Bergbaus gewesen.
Nach über tausend Jahren wurde am 30. Juni 1988 wegen Erschöpfung der Erzvorräte die letzte Schicht im Schacht des Bergwerks Rammelsberg gefahren. In dieser Zeit wurden 27 Millionen Tonnen Silber-, Gold-, Blei-, Zink- und Kupfererze gefördert. Besuchern bietet sich einer der ältesten und besterhaltenen Stollen des deutschen Bergbaus. Das UNESCO-Weltkulturerbe Rammelsberg ist inzwischen ein innovatives Museum von internationalem Rang. Der Silberreichtum von Rammelsberg veranlasste Anfang des 11. Jahrhunderts Kaiser Heinrich II. zur Gründung der Pfalz.
Südlich von Göttingen endet Niedersachsen in einem Zipfel, der entlang von Weser und Fulda weit nach Nordhessen bis Kassel hineinreicht. Am Zusammenfluss von Werra und Fulda – aus diesem Kuss entsteht die Weser – liegt das Städtchen Hann. Münden, eine Fachwerk-Pretiose zu Füßen von Kaufunger und Reinhards-Wald. Hier trieb und treibt noch heute „Dr. Eisenbart“ sein Unwesen und prunken Rathaus und Welfenschloss, beides Prachtstücke der Weser-Renaissance. Den südlichsten Zipfel Niedersachsens, Staufenberg, hat sich der Golf Club Gut Wissmannshof ausgesucht, auf dem beim Spiel in das Kasseler Becken hinein- und zum Herkules empor sehen kann.
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