Der Golf Gourmet Lifestyle
Treffmomente von Klaus O. BraunDer neue Castle Course in St.Andrews: Ein kleines Pebble Beach
Jetzt ist er richtig eingewachsen: Wir waren zur Eröffnung im Juni und im November 2008 nocheinmal in der Wiege des Golfsports, um den neuen faszinierenden, aber auch schwer zu spielenden Castle Course, den siebten Parcours der St.Andrews Links Trust Company unter die Lupe zu nehmen.
Die Herren über einige der begehrtesten Startzeiten der Welt sind bescheiden, aber mächtig: Neben dem berühmeten Old Course, hat der Trust keine geringeren Links wie New Course, Jubilee, Eden und Srathyrum Course und seit kurzem eben den Castle Course anzubieten, je nach Anspruch des Golfgastes.
Es gibt sogenannte "Kenner", die der Castle Course Anlage, kaum war sie eröffnet, schon gleich wieder ein "Unbespielbarkeits-Urteil" aufgedrückt haben. Will sich da jemand wichtig machen? Wer das Juwel an der felsigen Bucht von St. Andrews gespielt, die kantigen Fairways bewältigt hat und die "stunning views" erleben durfte, der kommt zu dem Schluss: "Schwierig, faszinierend, demütigend und motivierend. Die sauschnellen Greens können jedes Stimpmeter überraschen. Eine wahre Freude, den Platz nocheinmal und nocheinmal zu spielen. Gleich nebenan liegt der Kittocks Course mit seinem Zwillingsbruder, dem Sam Torrance Platz, direkt neben dem Braekfast-Buffet des Fairmont Hotels.
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Die wahren Stories über das Golfmekka
So ganz genau weiss niemand, wann und warum der heutige Royal & Ancient Golfclub St. Andrews (R&A) zur übermächtigen Autorität in Sachen Golf wurde. Verbürgt ist, dass schon seit mehr als 300 Jahren Golf gespielt wurde, bevor 22 «Noble- und Gentlemen» am 14. Mai 1754 die Society of St. Andrews Golfers gründeten.
Vermarktung: Tango dilettanti
Top-Fairways und Greens in Baden-Württemberg
In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich der Golfsport im Südwesten der Republik so dynamisch entwickelt, wie kaum eine andere Freizeitbeschäftigung. Landauf, landab entstanden neben den traditionellen Clubs neue Anlagen. Der Golfer kann heute unter 92 Plätzen wählen. Aber die Kapazitäten könnten viel besser ausgelastet werden.
Viel zu wenig wird über das hervorragende touristische Golfangebot publiziert, lediglich einzelne Anlagen schaffen in vorbildlicher Eigeninitiative professionelle Auftritte im Markt.
Pinien, Pasta und Pars
Sonnenoase in der Nebensaison : Golf und Kultur in der Toskana auf den Spuren der Etrusker. Vom Luxus, nur ein paar Autostunden entfernt auch im Winter entspannt und ohne dicke Kleidung über grüne Fairways ziehen zu können.
Einen Rasen aus Korea in die Toskana zu verpflanzen, das klingt wie Eulen nach Athen tragen. Für den Golfplatz in Punta Ala an der tyrrhenischen Küste nahe der Provinzstadt Grosseto hat man sich diesen Luxus erlaubt. Jetzt ist der 18-Löcher-Course zwischen schattigen Pinienwäldern und mediterranem Buschland auch im heißen toskanischen Sommer ein immer tiefgrüner, weicher Teppich.Eine Sonnenoase ist Punta Ala allemal, nicht umsonst trifft sich dort mehrmals im Jahr die feine Gesellschaft aus Florenz, Mailand, Lugano und Ascona um in dieser sehr ruhigen Naturlandschaft mehr oder weniger unter sich zu sein.
Auf den Spuren Michelangelos und der Medici, des heiligen Franz von Assisi und freilich auch in den Fußstapfen der Etrusker die schon vor unserer Zeitrechnung sieben Jahrhunderte lang die heutige Toskana beherrscht haben, gelangt man über Mailand und Parma, über Livorno und Follonica nach Punta Ala. Die einheimischen Weinbauern bieten mit notorischer Straßenreklame schöne Genüsse an, edle Tropfen aus Kellern, die wahre Schatzkammern sind. Maremma heißt die Gegend weiter südlich, deren Böden mit Petrus offensichtlich einen Geheimpakt geschlossen haben, allein zur Produktion höchster Öchsle-Grade.
„La Mamma“ regiert in den versteckten Küchen, die jedem Sterne-Restaurant Konkurrenz machen würden
Wenn Gourmet Köche golfen
Es ja nichts besonderes , wenn der eine oder andere internationale Kochkünstler auch schon mal Golf spielt. Zum PR-Rummel wird es erst dann, wenn eine ganze Phalanx solcher kulinarischer Magier sich versammelt, um über die Interessenkonstruktion Golf, Top-Hotels und Spitzenrestaurants die vielen hart erworbenen Sterne zusammenzuzählen, um sich damit noch grösserer Aufmerksamkeit zu erfreuen.
Gipfeltreffen: Die Sterne gehen auf
Letzten Sommer erwartete die Gäste in Alcaidesa an der Costa del Sol in Südspanien ein kulinarisches Erlebnis der Extraklasse. Beim „Gipfeltreffen der Meisterköche“ schwangen die die Akteure diesmal nicht nur den Löffel, sondern auch den Golfschläger: Es schlugen ab: Manfred Schwarz (1 Michelin Stern) von schwarz, Das Restaurant, Harald Wohlfahrt (3 Michelin-Sterne) von den Schwarzwaldstuben im Hotel Traube Tonbach, Peter Nöthel (2 Michelin-Sterne) vom Hummerstübchen in Düsseldorf, Kolja Kleeberg (1 Michelin-Stern) vom Restaurant VAU in Berlin und Jörg Sackmann (1 Michelin-Stern) vom Restaurant Schlossberg in Schwarzenberg. Aber ohne einen kulinarischen Part auf höchstem Niveau wäre ein solcher Starköche-Summit wertlos: An zwei Abenden komponieren die Sterne-Köche beim kulinarischen Gipfeltreffen jeweils ein sechs Gänge-Menü. Während der „Meisterköche-Party“ im Hacienda-Garten des Club Aldiana zauberten die Küchenchefs ihre Lieblingsgerichte unter freiem Himmel. Der Sinn des Ganzen: Anspruchsvolle, zahlende Golftouristen können einen gemeinsamen Tag mit den professionellen Feinschmeckern verbringen. www.aldiana.de
Aldiana Porsche Golf & Gourmet Trophy
Tipps für Golftrips: Fürstlich golfen ...
Einige nützliche Tipps für Blogger, die gerne auch andere Plätze wie dauernd den eigenen Club-Course spielen möchten. Wenn man kein hektischer Fairway-Hopper ist, dann geht es ohne Übernachtung nicht ab. Dafür ist es gut, wenn das Hotel direkt am Abschlag liegt. Dazu zwei richtig gute Parcours im oberschwäbischen Bad Waldsee, rund zwei Stunden von München entfernt.
Es klingt abgedroschen wie aus dem Reiseprospekt, stimmt aber in diesem Fall : Die Stadt ist von mittelalterlicher Schönheit – und so herausgeputzt, als hätten Restauratoren mit chirurgischer Akribie den barocken Bauwerken der Innenstadt zu ihrem heutigen Glanz verholfen.
Zum Golf scheint der dortige Bürgermeister wie die Jungfrau zum Kind gekommen zu sein, denn geplant, finanziert und gebaut hat die ungewöhnlich spannenden 18 Löcher des Golf-und Vitalparks ein richtiger Adeliger: Johannes Fürst zu Waldburg-Wolfegg und Waldsee. Ob der ganze Name wohl auf eine ordinäre Visitenkarte passt? Jedenfalls hat dieser edle Herr eine mutige und geniale Idee umgesetzt. Gleich neben dem alteingesessenen Golfplatz Oberschwaben ist ein architektonisches „Schmankerl“ entstanden, und - bewundernd ausgedrückt - von zwei bayuwarischen „Architekten-Buam“ konzipiert und umgesetzt.
„Hund san´s scho!“ sagt man in Bayern, wenn etwas grossartiges gelungen ist. Die „Hund“ haben zwei Namen: Carlo Knauss und Thomas Himmel.
Über dieses Blog

Klaus O. Braun ist als Chefredakteur und Herausgeber verschiedener Print und Online-Publikationen in Deutschland und der Schweiz tätig. Er ist Autor von Reisebüchern sowie von Fachpublikationen, Golfbeilagen und Tageszeitungen. Braun berät darüber hinaus Unternehmen bei deren Engagements im Golfsport. Seine seit 12 Jahren bestehende Online-Plattform www.golfparadise.com wird tagesaktuell von namhaften Golf-Fachjournalisten betrieben. Der Golf-Gourmet-Blog beweihräuchert nur, was subjektiv gut ist. Kein hochjubeln - „alles war super und ein voller Erfolg“. Wir wollen ja, das Sie wiederkommen. In unsere Blogosphäre… Kontakt: info@golf-gourmet.net
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