Golfreisen Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

Information

Mecklenburg-Vorpommern

Geschichte und Golf

Südöstlich von Hamburg ist es nur einen Katzensprung nach Lauenburg an der Elbe. Der große Strom bildet hier die natürliche Grenze zwischen Schleswig-Holstein im Norden und Niedersachsen (darauf kommen wir später) im Westen. Nach Osten schließt sich hier an der Elbe Mecklenburg-Vorpommern an, wo man schon gleich nach der Wiedervereinigung erkannte, dass das zukünftige Schicksal mit Tourismus, Geschichte und Golf verbunden sein würde.

Es dauerte mal eben zwei Jahre, als bereits der erste Golfplatz der „Neuen Bundesländer“ in Hohen Wieschendorf auf einer Halbinsel, die in die Ostsee hineinragt und die Wismar-Bucht nach Westen begrenzt, eröffnet wurde – ein 18-Löcher-Platz mit Links-Charakter, der ohne Wind leichter, mit Wind jedoch schwer zu spielen ist. Ein schönes Golf-Resort mit Hotel und Appartements hat sich hier mittlerweile entwickelt, das viel Zuspruch findet.

Wenige Kilometer von Hohen Wieschendorf entfernt liegt Wismar, die alte Hansestadt und heutiges UNESCO-Weltkulturerbe, die nicht nur wunderschöne alte Backsteingotik und eine große Werft aufzuweisen hat, sondern deren ältestes Haus auch „Alter Schwede“ genannt wird. Jedes Jahr im August wird zur Erinnerung an den 30jährigen Krieg, dem dann eine fast 200jährige Besatzung folgte, in Wismar das Schwedenfest gefeiert. Warum sollte man diesen Anlass nicht einmal mit einer Runde Golf in Hohen Wieschendorf verbinden? – Die Verbindungen zu Schweden sind nach wie vor stark ausgeprägt - in keinem deutschen Bundesland so stark wie in Mecklenburg-Vorpommern.

Jüngster Golfspross in Mecklenburg-Vorpommern

Fast genau 10 Jahre nach der Eröffnung des ersten Golfplatzes in den neuen Bundesländern wurde genau südlich der alten Hansestadt, Wismar nicht weit von der Landeshauptstadt Schwerin und fast in Sichtweite des berühmten Schweriner Schlosses bei Vorbeck der damals jüngste Spross der noch jungen Golf-Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns aus der Taufe gehoben. WINSTON golf heißt die 18er Meisterschafts-Anlage, von der die Fachleute schwärmen. Die 18 Löcher sind von Architekt Holger Rengstorf in eine hügelige Endmoränen-Landschaft mit viel Wald hineinkomponiert worden. Hier wurden gleich Nägel mit Köpfen gemacht: Mit dem Platz ist auch das Clubhaus fertig geworden, von dessen Gastronomie man wirklich viel erwarten darf.

Rostock, die Schweden und Tessin

Von der Landeshauptstadt Schwerin führt uns der Weg direkt zu der großen Hafenstadt Rostock, einst Tor zur Welt und Schiffbau-Metropole der DDR, eine Stadt, die in der Geschichte viel mit Hanse und Schweden verbindet, aber auch in der Gegenwart mit dem neuen Freizeit- und Handelszentrum im Hafen, das Hansa Skandinavia heißt, viel für die Zukunft getan hat. Der Hafen Rostocks ist direkt mit Schweden verbunden.

In Rostock entstand die erste Universität Nordeuropas. Die Marienkirche prangt als großes Gotik-Kulturdenkmal am Neuen Markt. Sie weist auch ein technisches Denkmal auf, die astronomische Uhr von 1472, auf der jeden Mittag die Apostel am Ziffernblatt vorbeimarschieren.

Im 30jährigen Krieg war Rostock von 1628 bis 1631 von Walleinsteins kaiserlichen Truppen besetzt, ehe es von Schweden befreit wurde. Warnemünde, die Mündung der Warnow, ist zum Touristenmagneten geworden. Hier kann man ab 2008 im Golfclub Warnemünde auf 27 Löchern auch seinem sportlichen Hobby nachgehen, vor allem, wenn man es mit einem segelsportlichen Großereignis, der jährlichen Hanse Sail, verbindet.

Nicht weit von Warnemünde und Rostock liegt die kleine Stadt Tessin. Von hier stammt die schwedische Tessin-Familie, die im 16. Jahrhundert durch Nicodemus Tessin große Bedeutung für die schwedische Architektur hatte.

Spitzengolf in Teschow und Fleesensee

Ehe wir an der Küste weiter reisen, müssen wir dem mecklenburgischen Binnenland einen Besuch abstatten. Völlig abgesehen davon, dass dort mit der Müritz-Wasserlandschaft eine natürliche Seenplatte vorhanden ist, die es in ganz Europa nicht noch einmal gibt, sind dort angelehnt an historische Herrenhäuser und Schlösser ganz unterschiedliche Golf-Resorts existent, für die es auch so leicht keine Vergleiche gibt.

Von Rostock aus also auf der Autobahn nach Süden bis etwa Güstrow. Bevor wir uns nach Osten wenden, sollte man jedoch etwas weiter südlich von Güstrow, in Krakow am Krakower See vorbeifahren. Dort wurde der Golf- und Tennisclub Serrahn mit 18 Löchern aus der Taufe gehoben und mit ihm ein wunderbares Resort.

Dann aber hinüber nach Teterow und an den Teschower See zum Golfclub Mecklenburgische Schweiz (38). Hier hat sich ein kleines altes Schloss zu einem bezaubernden Wellness & Golf Resort entwickelt. Hier spielt man in einer Landschaft, die für Golf geschaffen ist – leicht hügeliges Terrain, schweres Rough, viel Wasser – aber fair für alle, die sich im Hotel dann in Küche und Keller so laben können, wie sie sich es erträumen. Bis hin zur Hochzeit, denn auch ein Trau-Zimmer ist in dem alten Schloss vorhanden. Im Winter ist die erste Indoor-Golfhalle für die Ambitionierten vorhanden.

Alle bisherigen Maßstäbe wurden gesprengt, als die vielleicht größte Golf- und Freizeitanlage Nordeuropas, das „Land Fleesensee“, ihre Tore öffnete. Auf dem Gelände und mit dem Mittelpunkt des alten Schlosses Blücher wurden hier nicht nur das Radisson Schlosshotel, ein TUI Dorfotel, ein Robinson Club, eine Fit-for-fun-Therme errichtet, sondern auch die Golfanlage Fleesensee mit veritablen 72 Löchern. Ein Ferienparadies für alle, ein Schlaraffenland für Golfer war geboren, eine Stätte der Gastfreundschaft und Gastlichkeit, die immer einen Besuch wert ist.

Die weiße Stadt Meer – Heiligendamm

Nicht sehr weit von Tessin, Teschow und Fleesensee liegt Heiligendamm, die weiße Stadt am Meer – ein Juwel des Bäder-Tourismus in der Vergangenheit und auf dem Weg, wieder zu einer strahlenden Touristen-Perle an der Ostsee westlich von Rostock zu werden. Es wurde restauriert, was das Zeug hielt. Herrenhäuser und Schlösser wurden zu Hotels umgewandelt – das Resort Heiligendamm entstand und erlebte mit dem Besuch des amerikanischen Präsidenten George Bush im Juli 2006 einen neuen historischen Augenblick. In direkter Nachbarschaft der geradezu fürstlichen Wohn- und Freizeiteinrichtungen Heiligendamm entsteht ein großes Golf Resort. Noch muss man sich mit den 9 Löchern des Golfclub Wittenbeck begnügen, die in Kürze (2007) aber zu 18 und 9 ausgebaut sein werden. Von hier kann man den weiten Rundblick über die Landschaft bis hin zur Ostsee genießen. Die weiße Stadt am Meer wird sich damit schließlich zu einem veritablen Green-Resort entwickeln und stellt damit ein noch attraktiveres Reiseziel dar.

Stralsund – die Schweden-Quelle

Wie eine Insel liegt Stralsunds Altstadt (UNESCO Weltkulturerbe) – im Sommer 2006 das Hauptziel des US-Präsidenten – vor der Insel Rügen im Wasser, umgeben von Resten einer Stadtmauer mit Land- und Wassertoren, einst zum Schutz gegen die Konkurrentin Lübeck gebaut. An Lübeck erinnert auch die prächtige Schaufassade des Rathauses, das mit der mächtigen Nicolaikirche zusammengewachsen zu sein scheint. Die einstige Schönheit der Hansestadt lässt sich mancherorts erahnen, aber nur langsam gibt intensive Sanierung den alten Glanz zurück. Dieser Glanz wurde in 17. Jahrhundert ganz wesentlich von Schweden mitbestimmt. König Gustav II. Adolf mit seinem Feldherrn und Kanzler Axel Oxenstierna kam der Stadt während des 30jährigen Krieges zu Hilfe. Stralsund blieb dann von 1630 bis 1815 schwedisch. In jedem Juli wird in Stralsund an 3 Tagen das Wallensteinfest als historisches Volksfest gefeiert.

Südlich von Stralsund wurde bei Katschow mit dem Golfpark Strelasund eine Anlage etabliert, die zunächst mit 9, ab 2007 mit

18 Löchern bespielbar ist.

Rügen – Golf und Kreidefelsen

Nun geht es nach Rügen, auf die größte deutsche Insel in der Ostsee, die 1648 in schwedischen Besitz geriet und noch heute über Saßnitz die wichtigste Fährverbindung zwischen Schweden und dem Kontinent darstellt (Kungsladen). Die alte Schanze im Süden der Insel und die Schwedenschanze wurden zum Schutze von Stralsund angelegt. Zwei schwedische Schlösser Ralswiek und Spycker sind von Bedeutung, Spycker war die Sommerresidenz des Generalgouverneurs, in der Nähe von Ralswiek steht die kleine Schwedenkirche.

Für Feinschmecker der besonderen Art: Im Hotel Vier Jahreszeiten befindet sich eines der ganz wenigen Museen für Kunstfälschungen (von Gunter Preussker) und dann – natürlich die hervorragenden Möglichkeiten des Golfclubs Rügen Schloss Karnitz , der mit seinen 27 Löchern insbesondere für schwedische Gäste die Türen immer weit offen hält.

Greifswald und Usedom

Verlassen wir Rügen in Richtung Süden und wenden uns weiteren Schauplätzen der Geschichte zu, die sich – fast – immer auch mit Golf verbinden lassen. Wie Stralsund befand sich auch die historische Stadt Greifswald über 150 Jahre in schwedischem Besitz. Hier wurde das Motto geprägt „Unter drei Kronen ist gut wohnen“. Noch heute gibt es den deutsch-schwedischen Verein Lund, der die Mittsommer- und Luzia-Feste organisiert und den Schwedischen Nationalfeiertag am 6. Juni feiert. In der Greifswalder Universität hängt ein Porträt von Gustav III.. Selma Lagerlöf ist Ehrendoktor, der schwedische Sturm und Drang-Poet Thomas Thorild ist bei Greifswald beerdigt.

Weiter geht’s nach Anklam, wo der berühmte Flieger Otto Lilienthal geboren ist. Ganz in der Nähe des Kreisstädtchens trifft man in Menzlin auf den ältesten Wikinger-Schiffslandeplatz. Steine sind dort so gelegt, dass sie wie ein Wikingerschiff aussehen. Hier schließt sich der deutsche Wikingerkreis an der Ostsee, der von Schweden ausging, in Haithabu (Schleswig-Holstein) mit einem Schiff und Museum manifestiert ist, in Menzlin, fast an der östlichsten Stelle Deutschlands am Übergang vom Festland auf die Insel Usedom.

Golf-Juwel am Achterwasser

Von Anklam aus fährt man über den Peenestrom auf die Insel, die ein wahres Kleinod an Natur und Kultur darstellt. Die schwedischen Beziehungen reichen lange zurück. König Gustav II. Adolf griff mit 14.000 Mann 1630 in den 30jährigen Krieg ein. Ein Gedenkstein daran wurde 1930 in Peenemünde enthüllt, das aus deutscher Sicht die Geburtsstätte von Düsenjets und Lenkraketen ist. Dort sind die guten Stücke auch in einem Museum zu bestaunen. 1648 wird Usedom für lange Zeit schwedisch. Im Südosten der Insel, die im 19. Jahrhundert in den Orten Heringsdorf und Bansin die Geburtsstätte des deutschen Bäder-Tourismus war, steht in der kleinen Ortschaft Mellenthin noch heute das Renaissance-Schloß, das sich des Schwedenkönigs Feldmarschall Axel Oxenstierna als Wohnsitz auserkoren hatte. Nicht weit von diesem Schloss und von Mellenthin entfernt ist seit 1998 am Achterwasser mit dem Golfpark Balmer See ein Golfresort entstanden, wo es sich nicht nur gut wohnen, sondern auch bestens Golf spielen lässt. 27 großartige Fairways und Greens sind in Betrieb, dazu hervorragende Übungsmöglichkeiten. Zwei Appartement-Anlagen, ein asiatisches Meditationszentrum und eine Marina komplettieren den Standort, der sicher zu einem der schönsten und gastfreundlichsten in Deutschland gehört.

Durch alte Alleen zu Kunst und Kultur

Aus dem mecklenburgisch-vorpommerschen Norden führen den Reisenden wunderschöne alte baumbestandene Straßen nach Süden – wir befinden uns auf der Deutschen Alleenstraße, deren Routen zentral auf Berlin zulaufen und sich dann wieder sternförmig nach Süden ausbreiten. Hier stehen zum Teil noch Bäume, die Jahrhunderte überdauert haben, also durchaus noch als historische Zeugen gelten können. Von Rostock gelangt man nach Wittstock, auch von Stralsund lässt sich die Stadt erreichen, wo einst Johan Baner, einer der schwedischen großen Feldherrn, im 30jährigen Krieg die Schlacht von Scharffenberg schlug und mit seinem Sieg die schwedische Dominanz in Norddeutschland für Jahrhunderte sicherte. 1997 wurde hier ein Gedenkstein eingeweiht. Jedes 2. Jahr findet ein historisches Schauspiel mit dem Titel „Die Schweden kommen ...“ statt. Auch von Usedom, der „Badewanne Berlins“, führen schöne Alleen durch tiefe Wälder und über weite Felder. Aus Mecklenburg-Vorpommern wird Brandenburg – und dann ist es nicht mehr weit zum alles überragenden Kristallisationspunkt Berlin.

Fotos

Golf Club Mecklenburgische Schweiz-Teterow e.V.

Golf & Country Club Fleesensee

Golfclub Rügen Schloß Karnitz e.V.

Golfclub Balmer See-Insel Usedom e.V.

Golfclubs

Mecklenburg-Vorpommern - Wir haben 17 Golfclubs gefunden:

Golfclub Sassnitz e.V.

D-18546 Sassnitz

9 Loch

Van der Valk Golf Club Landhaus Serrahn

D-18292 Serrahn

9, 2012: 18 ab August Loch

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